Dienstbesprechung der Gerätewarte 18.08 - Kreisfeuerwehrverband Cloppenburg

Kreisfeuerwehrverband Cloppenburg

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Dienstbesprechung der Gerätewarte in der FTZ Cloppenburg
Text: Thomas Giehl - stellv.KPW
Bild: Markus Wagner - FTZ

Cloppenburg – Am 18. August 2021 fand die diesjährige Dienstbesprechung der Gerätewarte in der FTZ Cloppenburg statt. Robert Deters begrüßte alle anwesenden Kameradinnen und Kameraden und stellte die Mitarbeiter der FTZ und deren Arbeitsbereiche vor. Danach erklärte Deters die Änderungen und Ausgabe der neuen Geräteprüfordnung (DGUV). Der DGUV Grundsatz 305-002 (Prüfgrundsätze für Ausrüstungen, Geräte und Fahrzeuge der Feuerwehr, Ausgabe Mai 2021) wurde neu überarbeitet. Die wesentlichen Änderungen gegenüber der letzten Ausgabe vom September 2013 sind im Vorwort der DGUV beschrieben. Deters erklärte die Begriffsänderung „Befähigte Person“, welcher den ehemaligen Begriff „Sachkundiger“ ersetzt, und beschrieb die hohen Anforderungen von Ausbildung nach Feuerwehrdienstvorschrift bis hin zu Lehrgängen bei Fachbetrieben, laufende Fortbildungen und zeitnaher regelmäßiger oder berufsmäßiger Arbeit an den zu prüfenden Geräten und Fahrzeugen und die Berechtigung als Befähigte Person zu erhalten.
 
Im Anhang der DGUV 305-002 befindet sich eine Tabelle mit der Übersicht über prüfpflichtige Geräte und Fahrzeuge der Feuerwehr. Ebenso befindet sich die Erklärung zu den Ziffern 1 bis 5 im Anhang. Diese Ziffern beschreiben die Person und dessen Autorisierung in Bezug auf die zu prüfende Ausrüstung, Gerät und Fahrzeuge.
 
Die Novellierung der Unfallverhütungsvorschrift Feuerwehren war notwendig, um den technischen Weiterentwicklungen und dem demografischen Wandel gerecht zu werden.
 
Um den Anforderungen der DGUV gerecht werden zu können, ist die FTZ auf die Mitarbeit der Gerätewarte auf Feuerwehrebene angewiesen. Im Laufe der Zeit wurden und werden die Prüfungen immer umfangreicher und intensiver. Ein hoher Sachverstand im Arbeitsbereich ist unabdinglich und erfordert laufende Fortbildungen und einen hohen Sachverstand der Prüfer. Die Prüfungen durch Gerätewarte auf Ortsebene sind mittlerweile nicht mehr für alle Gerätschaften möglich, da in den meisten Fällen die Mittel nicht vorhanden und die Berechtigungen als „Befähigte Person“ laut DGUV-Grundsatz 305-002 und BetrSichV nicht gegeben sind. An dieser Stelle ist die FTZ mit ihrem Fachpersonal in der Verantwortung. Weiter ging es mit den Fahrzeugen und Geräteprüfungen, hierzu ist eine eindeutige Arbeitsaufteilung und Beschreibung der Zuständigkeiten erforderlich und wurde vom Kamerad Werner Schumacher anhand einer eindrucksvollen Präsentation vorgestellt. Ein großes Thema waren auch die Arbeitsberichte und Dokumentationen, hier stellte Deters die Arbeitsberichte aus dem FTZ-Programm vor. Diese Berichte werden als pdf-Datei nach erfolgten Prüfungen der Feuerwehr zugestellt. Es erfolgte eine Diskussion über die Erfassung von Barcodes, und deren Verarbeitung. Da sich die FTZ an dieser Stelle momentan noch im Aufbau befindet, sind Anregungen und Vorschläge an die FTZ zu richten. Ebenso verwies Deters auf die Pflicht der FTZ als übergeordnete Behörde zur Überprüfung der Einhaltung von regelmäßigen Prüfungen an Fahrzeugen und Gerätschaften. Es soll stichprobenartig der Stand von Prüfungen auf Ortsebene abgefragt werden, bzw. bei regelmäßigen Dienstbesprechungen protokolliert werden. Eine elektronische Dateneinsicht in das Programm Tohoto mit einer Freischaltung für Geräteprüfungen für den Leiter der FTZ wäre eine weitere Möglichkeit. Das nächste Thema war die Organisation von Leihfahrzeugen und Fahrzeugtausch, hier wird die FTZ weiterhin die Feuerwehren beim Fahrzeugtausch unterstützen, und Leihfahrzeuge bereitstellen. Es stehen drei Fahrzeuge zur Verfügung.
 
LF 10 Ziegler (Landkreis)
 
HLF 10 Magirus (Landkreis)
 
LF KatS (Bund)
 
Die Organisation der Geräteprüfungen und der Leihfahrzeuge wird in enger Abstimmung mit dem Plan der Kreisausbildung ausgearbeitet, da diese Fahrzeuge ebenfalls für Ausbildungszwecke zur Verfügung stehen müssen. Deters verwies auf ehemalige sehr umfangreiche Umbauarbeiten und Einbauten durch die FTZ, welche mittlerweile an Fachbetriebe vergeben werden. Reparaturarbeiten an feuerwehrtechnischem Gerät (Pumpen, Tragkraftspitzen, Rettungssätze, Stromerzeugen u.s.w.) werden nach wie vor in der FTZ erledigt.
 
Robert Deters bedankte sich bei allen Anwesenden und wünschte dem Arbeitskreis Gerätewarte für die Zukunft alle Gute, da er zum 01.09.2021 in den Ruhestand geht und die Leitung der FTZ an seinen Stellvertreter Marcus Wagner übergeben wird.
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